Freitag, 28. Februar 2025

Gemeinderat 2025 - 2030

Freitag 21.2.2025, erste Sitzung, alle Gemeinderät:innen sind dabei - VP mit fünf neuen von 14, SP einer zusätzlich, wir leider eine weniger.

Mit Sitzungsbeginn verliert der bisherige Gemeinderat samt Bürgermeister seine Funktionen und Zug um Zug übernimmt der Altersvorsitzende Karl Seitner die Führung. Seine Aufgaben sind die Angelobung der Gemeinderät:innen und die Abhaltung der Bürgermeister:innen-Wahl.

Das Gelöbnis, dass alle niederösterreichische Gemeinderät:innen ablegen müssen:

Ich gelobe, die Bundes- und Landesverfassung und alle übrigen Gesetze der Republik Österreich und des Landes Niederösterreich gewissenhaft zu beachten, meine Aufgabe unparteiisch und uneigennützig zu erfüllen, das Amtsgeheimnis zu wahren und das Wohl der Gemeinde Artstetten-Pöbring nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern.


Für fast alle Funktionen war vorab zwischen VP und SP eine Einigung paktiert worden. Lediglich für den Vizebürgermeister wurde seitens SP mit Robert Hansbauer ein Gegenkandidat zu VP-Kandidat Martin Zauner nominiert: 13 Stimmen Martin Zauner, 5 Stimmen Robert Hansbauer, 1 Stimmenthaltung.


Der einzige Ausschuss, der verpflichtend zu bilden ist, ist der Prüfungsausschuss. Der Vorsitz fällt lt. Gemeindeordnung der zweitstärksten Fraktion zu, die Jeannette Neumayer für den Vorsitz nominiert hatte. Als weitere Mitglieder vier Mandatare der VP.


Nächster Punkt: Wahl des Gemeindevorstands und Bildung der Ausschüsse:

Auf Vorschlag der VP sollte die Anzahl von fünf auf sechs Vorstandsmitglieder erhöht werden. In diesem sechsköpfigen Vorstand steht der SP entsprechend der Gemeindewahlordnung nur ein(!) Sitz zu.

Der Wahlvorschlag lautete auf:

Finanzen und Raumordnung – mit Franz Neuninger (VP)

Wasser Abwasser und Umwelt – mit Stefan Walchshofer (VP)

Bau- und Wirtschaftsausschuss – mit Reinhard Haider (VP)

Zivilschutzausschuss - mit Robert Hansbauer (SP)

Bildung, Freizeit und Tourismus - mit Martin Zauner (VP)

Generationen, Jugend und Vereine = NEU = - mit Lukas Kaltenmesser (VP)

 

Wir hatten gehofft, dass der Vorstand auch weiblicher besetzt würde – leider nein.


Wie schon in der letzten Periode war es uns ein Anliegen, die Themen und Aufgaben der Ausschüsse zu erweitern bzw. genauer zu benennen um die Arbeit im Gemeinderat proaktiver zu gestalten. Ich hatte daher vor der Sitzung mit VP-Fraktionsobmann Stefan Walchshofer und VP-Parteiobmann Karl Höfer bzw. SP-Klubobmann Robert Hansbauer das Gespräch gesucht und weitere Themen für die Behandlung in den Ausschüssen vorgeschlagen:


Nachhaltige Orts- und Gemeindeentwicklung, Nah- und Grundversorgung

Mobilität, Energieunabhängigkeit

Klimawandelanpassung und Wasserhaushalt, Boden- Landschafts- und Artenschutz

Nachmittagsbetreuung, Outdoor für Kids, Freibad

Sport-, Kunst- und Kultureinrichtungen und –angebote, Fahrrad- und Fußwege


Mir war wichtig, die Themen auch gleich in der ersten Sitzung zu benennen - was wegen „unsportlichem“ Verhalten von Bgm Karl Höfer in der Sitzung, der meine Wortmeldung unterbinden wollte, nicht einfach war. Abschließend bekannte Karl Höfer dann doch noch, dass es durchwegs wichtige Themen wären und bei Bedarf in diversen Ausschüssen oder im Vorstand behandelt würden.

Positiver war für mich, dass ich mich in direkten Gesprächen mit Vertretern von SP und VP, vor und nach der Sitzung sachlich über unsere Themen austauschen konnte.

Der Interpretationsspielraum bei der Aufgabenzuteilung hat sich schon in der ersten Wortmeldung von VBgm Martin Zauner gezeigt: unter „Freizeit“ hat er für sich(!) auch das Thema „Freibad“ reklamiert...    oder der Ausschuss Zivilschutzangelegenheiten, der angeblich lt. Abmachung auch die Aufgabe „Regenwasserplan“ zugeschlagen bekommen hatte. Warum nur informell und nicht schon im Beschluss der Aufgabenzuteilung zu den Ausschüssen? Ich meine, weil Bgm Karl Höfer bestrebt ist, die Richtung zu bestimmen.

 Ich hoffe auf eine aktivere Rolle der Ausschüsse und Engagement, sich umfassender um Themen unserer Gemeindeentwicklung anzunehmen. Ich werde daran erinnern und die Themen im Gemeinderat präsent zu halten.

 

Letzter wichtiger Punkt war die Wahl der Gemeinderät:innen mit besonderen Aufgaben.

Auf Vorschlag von VP und SP waren nur die gesetzlich vorgeschriebenen Funktionen zu besetzen, und zwar:

Umwelt – Andreas Baumgartner

Bildung – Martin Zauner

Jugend – Anika Spiesmayer

Ich habe sie ersucht, ihre Funktion auch mit Leben zu erfüllen und dem Gemeinderat aus ihrem Aufgabenbereich zu berichten, wie dies in der Gemeindeordnung vorgesehen ist – in der letzten Periode leider kein einziges Mal!


Zum Abschluss habe ich auf Funktionen hingewiesen, für die Nominierungen vergessen (?) wurden:

-          Klimabündnisbeauftragter

-          Bodenbündnisbeauftragter

-          Entsendung Vorstand Verein Lebensweg

-          Ökoregion Südliches Waldviertel

-          Arbeitskreisleiter Gesunde Gemeinde

-          Klima und Energiemodellregion

-          Energiebeauftragter

Lt. Bgm wären manche Funktionen nicht mehr relevant (?) bzw. könnten in der nächsten Sitzung beschlossen werden.

 

Zwei Bitten habe ich noch mitgegeben, die die Arbeit für Gemeinderät:innen und für Mitarbeiter:innen des Gemeindeamts erleichtern würden: die Übermittlung von Sitzungsunterlagen über eine Daten-Cloud statt mühsamen Mailversand und der Beschluss eines Jahres-Sitzungsterminkalender.


Danke für dein und Ihr Interesse!

Peter Auer

für die Grünen Artstetten-Pöbring


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen